

Beim Landart legen habe ich das Schieferwerk in Lotharheil kennenglernt. Wir haben uns kennenglernt, zusammengearbeitet und so läßt mich der Schiefer nicht mehr los.
Bisher ist Landart mit Schiefer entstanden, eine Serie mit Schiefer Kunst Objekten wächst langsam aber sicher und auch einige Alltagsgegenstände liegen schon als "Prototyp" vor.
Da mich vor allem Materialien aus der Region interessieren, enstand 2008 die erste 2-teilige Installation mit Granit im Altarraum der Kirchen in Röslau:
(Reinersreuther Granit und Karden, Röslau 2008)
"Die Karden stellen eine Gattung der Kardengewächse dar und sind keine Disteln, obwohl sie stachelige Stängel besitzen und zudem der Name "Karde" vom lateinischen carduus, dem Wort für Distel, abgeleitet worden ist. Der botanische Name Dipsacus geht auf das griechische dipsao "ich dürste" oder dipsa "Durst" zurück.
Die Karden wirken stachlig und unnahbar. Auf dem Granit steht jede für sich und doch dürsten Sie nach Nähe zueinander. Erst in der Gruppe kann sich ihre volle Wirkung entfalten. Der Granit kommt aus der Region - bodenständig bieten die Steine die Basis. Die Installationen in den beiden Kirchen sind sich bei näherer Betrachtung sehr ähnlich, haben die gleichen Wurzeln in der Verwendung des Materials und werden doch erst durch die Vereinigung zum Ganzen."
(Reinersreuther Granit und Karden, Kunstverein Hof 2010)

Künstler haben eine gemeinsame Basis: die Lust auf und die Begeisterung für Kunst - und doch sind auch Sie häufig stachlig und unnahbar. Konkurrenz untereinander und Abgrenzung spielt eine Rolle. So greift die Installation einen Themenstrang meiner Ausstellung auf - schafft eine Verbindung zwischen Heimat und Landart und stellt Fragen in den Raum:
Warum brauchen wir diese Abgrenzung?
Wo macht Sie Sinn?
Wo kommen wir gemeinsam weiter?"